10. Juni 2015

Ultraleicht auf dem Urwaldsteig

Endlich mal wieder Erholung und Kraft tanken und einfach nur die Natur genießen. Nach einer kurzen Mail hatte ich mit einem guten Kumpel einen Mitstreiter gefunden, der mit mir die 68km und 3400hm des Urwaldsteigs am Edersee laufen wollte. An Gepäck hatten wir nur das nötigste mit, um nicht allzuviel aufsehen zu erregen. Tarps waren nur für den Notfall dabei, falls es mal richtig schlimm regnen sollte.



Der Urwaldsteig ist ein schöner Wanderweg durch einen sehr naturbelassen Wald im Nationalpark Kellerwald. Immer wieder stehen rechts und links des Weges umgefallene oder sehr wild gewachsene Bäume und an manchen Stellen hat man einen sehr schönen Blick auf den Edersee.



Unser 1. Camp haben wir etwas abseits des Hauptweges aufgeschlagen, zum einen um nicht gleich gesehen zu werden und zum anderen, weil ein Bach in der Nähe war. Die Wasserversorgung war nicht grade sehr gut, da das Frühjahr sehr trocken war und die meisten kleinen Bäche sehr wenig bis gar kein Wasser führten. Dafür war der Ausblick umso besser. Wir zogen das Cowboy Camping vor und ließen die Tarps eingepackt. Jedoch wurden wir Nachts durch einen Gewitterschutt, der erst für Samstagabend vorausgesagt war, unsanft aus dem Schlaf gerissen. Wir packten blitzschnell unsere Sachen zusammen und fanden Schutz in einer etwas weiter entfernten Schutzhütte.



Das Wasser wurde mit Hilfe eines Steripens entkeimt, da man nie weiß, ob in dem Wasser irgendwelche gefährlichen Bakterien und Viren drin sind.

 

Meine zweite längere Tour mit den Lunasandals Leadville und meine Füsse haben durch das auf und ab und die vielen kleinen Steinchen doch arg gelitten. Ein weiteres Manko ist, dass man abends im Camp die Füsse von den Mosquitos zerstochen bekommt.



Obwohl wir fest beschlossen hatten im zweiten Camp die Tarps aufzubauen, zogen wir es dann doch wieder vor auch an diesem schönen Plätzchen im Cowboy Camping Stil zu nächtigen. Ein großes plus für den Komfort bei dieser Tour war die Therm-A-Rest NeoAir Xlite, die das Schlafen zu einer wahren Wonne gemacht hat. Zudem möchte ich auch nicht mehr den Cumulus Ultralight Bivy missen. Er konnte zwar in der ersten Nacht den Gewitterschutt nicht abhalten, jedoch verhindert er in normalen Nächten ohne Regen, das Tau an den Schlafsack kommt oder Kleintiere in den Schlafsack kriechen.

  

Alles in allem war es eine sehr schöne Tour bei optimalem Wetter. Sofern ihr Fragen zur Ausrüstung oder sonstige Fragen kommentiert oder schaut einfach mal bei meinem Blog hrXXLight.com vorbei.

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Dieser Guestpost stammt von Benjamin aka hrXXLight, einem aktiven Ultraleicht Wanderer aus dem schönen Hessen. Wenn Ihr auch mal einen Tripreport für uns mit Eurer ultraleichten Ausrüstung verfassen möchtet, schreibt uns eine Email!